Robert Parker: 88 – 95 Punkte

Soeben erfahre ich, dass Robert Parker meine Weine hoch bewertet hat. Näheres unter “Presse”.

Helmut

Übernahme des Weingutes Altenhofen in Ayl

Zum September 2010 habe ich das Weingut Altenhofen in Ayl übernommen! Zu den herrlichen Lagen in Wiltingen kommen nun einige hervorragnede Stücke an der Ayler Kupp, Scheidt und dem Schonfels hinzu.

Die neue Ernte des 2010er wird nun also von VOLS eingebracht.
Auch das Rebsortenspektrum hat sich mit der Übernahme etwas erweitert. Neu sind Weissburgunder, Spätburgunder und Cabernet Sauvignon.

Ab Januar werden die ersten Weine verfügbar sein.

2009er mit bester Reife und erste Traube im Gault Millau

Beim jährlich erscheinenden Gault Millau Mitte November haben wir völlig überraschend die erste Traube erhalten. Wir freuen uns alle sehr und sind stolz, dass die intensive Arbeit im Weinberg und Keller ihre Früchte trägt.

Nach einem arbeitsintensiven Jahr konnten wir den 2009er bei bester Reife Ende Oktober ernten. Die Trauben waren hochreif und sehr aromatisch. Das lange Hinauszögern der Ernte hat sich gelohnt, so dass wir bei schönstem Wetter die Trauben ernten konnten. Nun ist die Gärung zugange. Bei allen drei Weinen hat es jedoch etwas gedauert, bis die natürliche Hefe ihre Arbeit aufgenommen hat. Kurz vor Weihnachten präsentieren sich die Weine mitten in der Gärung sehr aromatisch bei guter Säure und durch die Gärungskohlensäure sehr lebhaft. Die Hefen müssen noch weiterarbeiten und noch Zucker umwandeln.

2008er ist ein Saar-Klassiker

Nach langer Gärung wird Anfang Juli der 2008er Jahrgang abgefüllt.
Die Weine haben von der langen Gärung und Lagerung auf der Feinhefe unheimlich profitiert. Sie sind noch jung und ungestüm. Die lebhafte Säure gepaart mit toller Aromatik und langanhaltendem Geschmack stellen Saar-Klassiker dar. Die breite, fette Stilistik, wie einige Winzer ihre Weine heutzutage ausbauen, mag ich nicht. Meine Weine sind leicht, lebhaft und beschwingt, doch trotzdem sehr komplex.
Seit diesem Jahr habe ich noch einen etwa 90 Jahre alten, wurzelechten Weinberg im Schlangengraben dazunehmen können. Hiervon sind schon fast alle Flaschen in der Subskiption verkauft worden.

2008 VOLS I: Äusserst niedrige Erträge und eine sehr späte Lese geben diesem Wein viel Kraft und Mineralität. Durch die unmittelbare Nachbarschaft zum Scharzhofberger fallen die Weine ähnlich wie dort aus: Extrakt und Fülle, ohne schwer zu sein, getrocknete Kräuter, Heu, Jod, Würze, Salz. Obwohl mit etwa 40 g Restzucker nicht süß, feine Gärungskohlensäure.
2008 VOLS II: grüne Reflexe im Glas. Saftig, cremig, gute Länge. Der verwitterte Schiefer macht sich gut bemerkbar. Klassiker, unverwechselbar Saar. Lebhaft und komplex.
2008 Schlangengraben: Extrem geringer Ertrag! Die wurzelechten Reben bringen nicht mehr soviel Menge, dafür aber pure Kraft. Ganz in der Nähe ist ein ehemaliger Schieferbruch. Man sieht, wieviel Boden (oder besser: wie wenig Boden) den Reben zur Verfügung steht. Dadurch gehen die Wurzeln weit ins Gestein und sammeln dort ihre Kraft. Dazu findet sich noch ein sehr steiniger Bereich mit Grauwacken und auch Quarzit. Würze, Extrakt, Länge, Salzigkeit, Mineralität, Kräuter. Noch deutliche Sponti-Nase, was aber noch vergeht. Nur knapp über dem feinherben Bereich.

Woher kommt eigentlich der Name VOLS?

Auf alten Klassifikationskarten findet sich auch die Schreibweise Volz. Diese Variante wird auch von einem befreundeten Weingut aus Wiltingen für seine trockenen Spätlesen genutzt. Vor ein paar Wochen hatte ich mich mit Professor Haubrichs, Professor an der Universität Saarbrücken, unterhalten. Er konnte mir diese Erklärung zukommen lassen:__

a. 1337 “vinearum quarum septem in Valiis”
b. 1643 “Weingarthen im fahlß; auf fahlß”
heute: Wingerte “Vols in der Naßwies” bzw. “auf Pergent”

Es gibt im Moselland noch weitere Wingertnamen die (alt) “Fals”, heute “Fols” und ähnlich heißen. JUNGANDREAS führt diese Namen zu Recht auf Dativ den Plural von lat. vallum “aus Stein und Mörtel gebaute Befestigung, Mauer”, d.h. also vallis zurück. Es handelt sich – so Jungandreas – um Stützmauern (wie bei “Macher” aus lat. maceria), die einen Hang abstützten, und dann zur Wingert-Bezeichnung wurden. Damit gehört der Name wie vieles andere an Mosel und Saar zur sprachlichen Erbschaft der Mosel-Romania, wo man bis etwa um 1000 neben Moselfränkisch noch einen romanischen Dialekt sprach (wie ungemein viele Ortsnamen zeigen). Ab dem 8. Jahrhundert wurde lat. [v] als deutsches [f] übernommen, aber weiterhin oft als geschrieben (wie lat. versus zu dt. Vers). Im Moselfränkischen wurden später viele [a] zu [o] vor [l] verdumpft, so daß die Entwicklungsreihe Vallis > Fals > Fols > Vols zustandekommt.

Helmut Plunien

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